Werkbeitrag 2026 der Innerrhoder Kunststiftung an Stefan Inauen

11.09.2026
Das Projekt «Pop-Up-Store» hat die Jury überzeugt. Die Innerrhoder Kunststiftung vergibt den Werkbeitrag 2026 an Stefan Inauen und ermöglicht damit die Realisierung einer begehbaren Skulptur in Form eines mobilen Ladens, in dem es gemäss Inauen nichts zu kaufen gibt. Der temporäre Ausstellungs- und Begegnungsort soll an verschiedenen Stationen im Dorf Halt machen.
Bild Legende:
Stefan Inauen

Das Projekt «Pop-Up-Store» hat die Jury überzeugt. Die Innerrhoder Kunststiftung vergibt den Werkbeitrag 2026 an Stefan Inauen und ermöglicht damit die Realisierung einer begehbaren Skulptur in Form eines mobilen Ladens, in dem es gemäss Inauen nichts zu kaufen gibt. Der temporäre Ausstellungs- und Begegnungsort soll an verschiedenen Stationen im Dorf Halt machen. 

Seit 2000 fördert die Innerrhoder Kunststiftung mit Werkbeiträgen das zeitgenössische Kunstschaffen. Der Stiftungsrat vergibt den Werkbeitrag 2026 von Fr. 10'000.-- einstimmig an Stefan Inauen. Die Jury setzte sich zusammen aus den Mitgliedern des Stiftungsrats der Innerrhoder Kunststiftung, Daniela Mittelholzer, Sandra Neff und Rebekka Dörig Sutter. Stiftungsrätin Stefanie Gschwend war aufgrund von Befangenheit an der Entscheidung nicht beteiligt. Als externe Fachperson nahm Raffael Dörig, Leiter des Kunsthauses Langenthal und der Eidgenössischen Kunstkommission, an der Jurierung teil.

Mobiler Ausstellungs- und Begegnungsort

Stefan Inauen (*1976) erhält den Werkbeitrag für sein Vorhaben, eine begehbare Skulptur in Form eines mobilen Ladens zu schaffen, die an verschiedenen Standorten im Dorfkern von Appenzell Halt machen soll. Im Zentrum steht ein umgebauter Wohnwagen, der als temporärer Ausstellungs- und Begegnungsort dient. Darin zeigt Stefan Inauen Arbeiten aus über dreissig Jahren künstlerischer Tätigkeit, Nachbauten von Referenzwerken, gefundene Objekte sowie persönliche Materialien. So wird der Wohnwagen zu einem räumlichen Selbstporträt des Künstlers. Der Wohnwagen soll an mehreren Stationen im Dorfkern von Appenzell öffentlich zugänglich sein und den direkten Austausch mit der Bevölkerung ermöglichen.

Eigenständige Form überzeugt die Jury

Die eigenständige Form des Projekts überzeugte die Jury besonders. «Pop-Up-Store» verbindet eine persönliche Rückschau mit einer offenen Selbstbefragung und macht die Begegnung mit dem Publikum und die Auseinandersetzung mit Appenzell zum wesentlichen Bestandteil der Arbeit. Die Jury würdigt den Mut des Künstlers, seine eigene Praxis zur Diskussion zu stellen und sich den Reaktionen eines breiten Publikums auszusetzen.

Mitteilung im Wortlaut