Europäische Tage des Denkmals

An den Europäischen Tagen des Denkmals öffnen historische Orte ihre Türen. Entdecken Sie Kulturschätze aus nächster Nähe und erleben Sie die Faszination unseres Kulturerbes!
Bild Legende:
Blick in die Alte Weissbadstrasse

Mit der Frage «In Gefahr?» thematisieren die Europäischen Tage des Denkmals vom 12. Und 13. September 2026 die vielfältigen und aktuellen Herausforderungen, denen unser reiches Kulturerbe ausgesetzt ist, sowie den Möglichkeiten, dieses langfristig zu erhalten.

Besucherinnen und Besucher erhalten spannende Einblicke in aktuelle Fragen der Denkmalpflege, den Umgang mit historischen Bauten und die Bedeutung unseres kulturellen Erbes. Es werden spannende Rundgänge zur Appenzeller Farbkultur und zur Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts angeboten. Die Eröffnungsveranstaltung am 11. September 2026 im Ratssaal Appenzell führt ins Jahresthema ein und lädt zum Austausch über die Herausforderungen und Gefahren sowie die Zukunft unseres baukulturellen Erbes ein.

Gemeinsame Eröffnungsveranstaltung

Die gemeinsame Eröffnungsveranstaltung der kantonalen Denkmalpflegefachstellen beginnt mit dem offiziellen Grusswort von Frau Landammann Angela Koller. Anschliessend stellt Regula M. Graf Keller, Leiterin Fachstelle Denkmalpflege und Archäologie AI, das Thema «in Gefahr» vor und zeigt auf, mit welchen aktuellen Herausforderungen und Gefährdungen die Denkmalpflege im baukulturellen und denkmalpflegerischen Kontext konfrontiert ist.
In einer Einführung über den farbigen Ratssaal durch Landesarchivar Sandro Frefel wird dessen geschichtliche Entwicklung und kulturelle Bedeutung erläutert.
Es folgt ein Fachreferat von Prof. Sandra Bühler Krebs über die Bedeutung der Baukultur für eine lebenswerte Zukunft. Sie zeigt auf, wie gute Baukultur Identität stiftet und wie es gelingt, neue Bauten harmonisch in den bestehenden Ortscharakter zu integrieren. Die von der Fachhochschule Graubünden entwickelten Instrumente dienen als wertvolle Unterstützung für eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Ortsentwicklung.
Anschliessend Apéro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Farbkultur Appenzell

Auf einem gemeinsamen Rundgang durch das Dorf am 12. September von 10.00-12.00 wird die Farbigkeit der Bauten Appenzells erkundet. Dabei steht der Begriff der gewachsenen Farbkultur im Zentrum: Wo liegen die Ursprünge dieser Farbigkeit und in welche Richtung kann und darf sie sich weiterentwickeln? Prinzipien der Farbgestaltung werden analysiert und der Blick für feine, aber wesentliche Unterschiede geschärft. Im Fokus stehen Farbklänge, Pigmente, Materialien, Texturen und Untergründe. Der offene Rahmen bietet Raum für Fragen und anregende Gespräche.

Anmeldung unter: https://kulturerbe-entdecken.ch/europaeische-tage-des-denkmals/2026/veranstaltung/farbkultur-appenzell/

Jüngere Architektur im Dorf Appenzell

Auf der Suche nach bekannten, aber vor allem nach oft übersehenen Spuren rückt diese Veranstaltung am 12. September von 13.30-15.30 Uhr Bauwerke der jüngeren Zeit in den Fokus. Es handelt sich um Gebäude, die trotz ihrer gestalterischen Qualität selten unter Schutz stehen und deren architektonischer Wert im öffentlichen Bewusstsein häufig noch nicht verankert ist. Ihre vergleichsweise junge Entstehungszeit führt nicht selten dazu, dass sie in der denkmalpflegerischen Wahrnehmung unterschätzt oder als noch nicht «würdig» betrachtet werden. Kulturelle Identität endet nicht im 18. Jahrhundert. Sie zeigt sich in Gestaltung, Materialien und den Räumen, die ein Gebäude schafft. Ein Spaziergang durch Appenzell macht sichtbar, wie jüngere Bauten das vertraute Bild des historischen Dorfkerns erweitern, irritieren oder neu interpretieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen finden sich unter www.ai.ch/veranstaltungen oder www.kulturerbe-entdecken.ch/veranstaltungen.

Ansprechperson

Graf-Keller Regula M.
Regula M. Graf-Keller

Leitung Fachstelle Denkmalpflege und Archäologie
Telefon: +41 71 788 93 68
E-Mail: regula.graf@ed.ai.ch