Wolfsriss im Bezirk Gonten bestätigt
Am Montag, 26. Oktober 2026, wurde im Bezirk Gonten ein Schaf von einem Wolf gerissen. Die Wildhut bestätigte den Wolf als Verursacher. Die kantonale Herdenschutzbeauftragte informierte anschliessend die Tierhaltenden über den Vorfall.
Nachdem ein Landwirt am Montagmorgen ein totes Schaf auf seiner Weide entdeckt hatte, verständigte er die Wildhut. Der Wildhüter war zeitnah vor Ort und stellte bei der Rissbeurteilung eindeutig fest, dass ein Wolf das Schaf getötet hatte. Die Wildhut entnahm DNA-Proben zur weiteren Untersuchung. Der Zaun der Schafweide war beschädigt, weshalb die Herde nicht ausreichend geschützt war.
Erster Nutztierriss seit 2024
Es handelt sich um den ersten bestätigten Wolfsriss an einem Nutztier im Kanton Appenzell I.Rh. seit 2024. Damals wurde eine Ziege gerissen. Im Januar 2026 konnte zudem ein Wolf mittels Fotofalle nachgewiesen werden. Der aktuelle Vorfall zeigt, dass auch nach längeren Phasen ohne Nutztierrisse jederzeit mit Wölfen im Kanton gerechnet werden muss.
Tierhaltende informiert, Wildhut beobachtet die Situation
Unmittelbar nach der Rissbeurteilung verständigte die Wildhut die kantonale Herdenschutzbeauftragte. Diese warnte die Tierhaltenden per SMS und machte sie auf die mögliche Anwesenheit eines Wolfs aufmerksam. Sie unterstützt die Tierhaltenden bei Fragen zum Herdenschutz und berät sie zu geeigneten Schutzmassnahmen. Die Wildhut beobachtet die Situation weiterhin.