Zweitwohnungsanteil weiterhin unter der 20-Prozent-Grenze
Der Zweitwohnungsanteil liegt in allen Bezirken des Kantons Appenzell I.Rh. weiterhin unter dem gesetzlichen Schwellenwert von 20 Prozent. Die aktuellen Erhebungen zeigen zwar in allen Bezirken einen moderaten Anstieg, insgesamt bleibt die Situation jedoch unter Kontrolle. Die kantonale Verwaltung verfolgt die Entwicklung laufend und informiert transparent über die aktuellen Zahlen.
Mit der kantonalen Einführungsverordnung zum Zweitwohnungsgesetz wurden 2016 erstmals verbindliche Zahlen zum Zweitwohnungsanteil erhoben. Grundlage ist die eidgenössische Volksinitiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen», die 2012 mit 50.6% Ja-Stimmen angenommen wurde.
Seither gelten ab einem Anteil von 20% Einschränkungen beim Bau neuer Zweitwohnungen sowie bei der Umnutzung von Wohnungen zu nicht ganzjährig genutztem Wohnraum («kalte Betten»).
Moderate Zunahme in allen Bezirken
In den vergangenen drei Jahren ist der Zweitwohnungsanteil in allen Bezirken leicht gestiegen, jedoch in unterschiedlichem Ausmass. Am deutlichsten zeigt sich die Veränderung im Bezirk Schlatt-Haslen mit einer Zunahme um 2.6%. Mit einem Anteil von 15.2% liegt der Wert in Gonten am höchsten, jedoch weiterhin deutlich unter dem Schwellenwert von 20%. Über den gesamten Kanton betrachtet beträgt der Zweitwohnungsanteil aktuell 11.5%.
Entwicklung wird laufend überprüft
Die kantonale Verwaltung analysiert die Zahlen, die vom Bundesamt für Statistik erhoben werden, regelmässig und stellt damit sicher, dass allfällige Veränderungen frühzeitig erkannt werden.
Zweitwohnungsanteil nach Bezirken (Stand 2025)
| Bezirk | Wohnungen total | Zweitwohnungen | Anteil 2025 | Anteil 2022 | Veränderungen |
| Appenzell | 3’202 | 279 | 8.7% | 7.1% | +1.6% |
| Schwende-Rüte | 3’100 | 395 | 12.7% | 12.0% | +0.7% |
| Gonten | 709 | 108 | 15.2% | 13.5% | +1.7% |
| Schlatt-Haslen | 541 | 79 | 14.6% | 12.0% | +2.6% |
| Oberegg | 1’044 | 131 | 12.5% | 11.1% | +1.4% |