Arbeitswelt Innerrhoden setzt auf starke Berufsbildung – mit Vorbildern aus der Praxis
Die «Arbeitswelt Innerrhoden» hat kürzlich zwei Veranstaltungen zur Stärkung der Berufsbildung durchgeführt und dabei sowohl Lernende als auch Ausbildungsverantwortliche in den Fokus gestellt. Die EuroSkills-2025-Goldgewinner Maurus Dörig und Andrin Dobler berichteten über ihren Weg an die EuroSkills 2025.
Zum «Appenzeller Lehrlingstag» in der Mensa des Gymnasiums Appenzell wurden sämtliche Lernenden aus dem Kanton Appenzell I.Rh. vom ersten bis zum vierten Lehrjahr eingeladen. Wenige Tage später trafen sich zudem deren Berufsbildnerinnen und Berufsbildner zum Erfahrungsaustausch für Ausbildungsverantwortliche.
Landammann Angela Koller, Vorsteherin des Erziehungsdepartementes und Alfred Steingruber, Leiter Amt für Berufsbildung und Berufsberatung betonten in ihren Begrüssungen die grosse Bedeutung einer Lehre und hoben hervor, dass qualifizierte Fachkräfte – insbesondere gut ausgebildete Handwerkerinnen und Handwerker – auch in Zeiten mit künstlicher Intelligenz mehr denn je gefragt sind. Eine solide Berufsbildung ist eine wichtige Basis für eine erfolgreiche berufliche Zukunft.
Vom Lernenden zum Europameister
Durch die Workshops führten die beiden EuroSkills-Europameister Maurus Dörig, Europameister der Zimmerleute, sowie Andrin Dobler, Europameister der Landmaschinenmechaniker. Die Referenten erzählten von ihrem Weg über die Berufslehre, das Qualifikationsverfahren, die Teilnahme an den SwissSkills bis hin zu den EuroSkills. Eindrücklich waren ihre Schilderungen über die intensive Vorbereitungszeit mit vielen Trainings und der Unterstützung durch einen persönlichen Mentalcoach. Die Trainingsphasen seien hart gewesen. Ein gutes Mindset half, trotz intensivem Training motiviert zu bleiben, mit dem Druck umzugehen, Rückschläge als Chance zu sehen und insbesondere konzentriert auf das Ziel hinzuarbeiten. Gleichzeitig entstanden dabei viele wertvolle Freundschaften und ein starker Teamgeist innerhalb des Nationalteams. Ebenso schilderten sie die drei Wettkampftage in Dänemark und erklärten, wie wichtig es sei, jederzeit konzentriert und fokussiert zu bleiben. Gerade auch dann, wenn nicht alles so gelaufen sei wie gewünscht. Unterstützung erhielten Andrin Dobler und Maurus Dörig während der Vorbereitungsphase, aber auch an den Wettkämpfen von ihren Experten, Betreuern, Familien, Arbeitgebern und Kollegen. Viele seien eigens nach Dänemark gereist und hätten sie unterstützt. Der Gewinn der Goldmedaille sei unbeschreiblich schön gewesen – «wie ein Traum».
Blick in die Zukunft
Im Anschluss an die beiden Referate fand eine Fragerunde mit den beiden jungen Männern statt, die von den Teilnehmenden rege genutzt wurde. Zum Schluss informierte Alfred Steingruber über Neuerungen in der Berufsbildung und nutzte die Gelegenheit auf die SwissSkills 2029 in St.Gallen und die EuroSkills 2029 in Genf aufmerksam zu machen.