Umwelt und Betriebe profitieren: Angepasste Fütterung zeigt Wirkung

31.03.2026
Im Mai 2025 startete das Landwirtschaftsamt in Zusammenarbeit mit AGRIDEA und Agrofutura das Projekt «OptiN-Feed». Ziel des Projekts ist es, die Ammoniakemissionen aus der Milchviehhaltung zu senken und gleichzeitig die Stickstoffeffizienz zu erhöhen. Erste Ergebnisse zeigen: Eine angepasste Fütterung des Milchviehs reduziert nicht nur die Emission von Ammoniak, sondern ist auch aus wirtschaftlicher Sicht interessant.
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Michael Geiger passt die Fütterung seiner Kühe an

Im Mai 2025 startete das Landwirtschaftsamt in Zusammenarbeit mit AGRIDEA und Agrofutura das Projekt «OptiN-Feed». Ziel des Projekts ist es, die Ammoniakemissionen aus der Milchviehhaltung zu senken und gleichzeitig die Stickstoffeffizienz zu erhöhen. Erste Ergebnisse zeigen: Eine angepasste Fütterung des Milchviehs reduziert nicht nur die Emission von Ammoniak, sondern ist auch aus wirtschaftlicher Sicht interessant.

Sieben Landwirtschaftsbetriebe aus Appenzell I.Rh. erklärten sich im Mai 2025 bereit, als Pilotbetriebe mit einer Stickstoff-angepassten Milchviehfütterung zu starten. Ziel des Projekts ist es, die Ammoniakemissionen in der Landwirtschaft, die zu 88% aus der Nutztierhaltung stammen, durch eine optimierte Fütterung zu senken. «OptiN-Feed» ist ein Projekt des Landwirtschaftsamts, der AGRIDEA sowie Agrofutura und ist Teil des kantonalen Massnahmeplans Luftreinhaltung (www.ai.ch/luftreinhaltung). Erste Analysen der Milch zeigen nun, dass die Stickstoff-Effizienz in einigen Betrieben bereits gesteigert werden konnte. Als entscheidender Indikator dient der Milchharnstoffgehalt: Bereits eine Reduktion um ein Milligramm pro Deziliter kann die Ammoniakemissionen um bis zu 3,5% senken.

Die Landwirte ziehen Bilanz

«Die Ernährungsphysiologie ist nicht so komplex, wenn man sich damit beschäftigt und die Zusammenhänge sieht», erklärt Thomas Fässler. «Gerade Betriebe, die sich aktuell noch nicht mit der Fütterung beschäftigen, können hier profitieren. Kleine Anpassungen haben oft grosse Wirkungen.» Michael Geiger ergänzt: «Man darf den Mehrwert nicht nur im geringeren Einsatz sehen. Es geht um das Gesamtpaket: Wenn die Grundfuttersituation stimmt, lässt sich diese hervorragend ausgleichen, was sowohl der Milchleistung als auch der Umwelt dient.»

Für Daniel Brülisauer ist klar: «Es geht um das Umsetzen von Wissen und die gute landwirtschaftliche Praxis. Die gesteigerte Stickstoffeffizienz und die messbare Steigerung der Leistung der Tiere gehen hier einfach zusammen. Es ist ein Gewinn für die Umwelt und für uns Bauern.»

Fortführung des Projekts in der Weideperiode

Nach der Winterfütterungsperiode im Stall liegt der Fokus nun auf der bevorstehenden Weideperiode. Die saisonal schwankenden Proteingehalte des Grases, die für wechselnde Stickstoffgehalte im Futter verantwortlich sind, sollen auch hier durch eine angepasste Fütterung ausgeglichen werden. So kann die Stickstoff-Effizienz weiter optimiert werden.

Mitteilung im Wortlaut