Treffpunkt für neue Unternehmen in Appenzell
Rund 40 neue Unternehmerinnen und Unternehmer trafen sich kürzlich auf Einladung des Amts für Wirtschaft zum fünften Neuunternehmerfrühstück. Im ersten Teil der Veranstaltung wurde die wirtschaftliche Situation des Kantons vorgestellt und beleuchtet. Ziel des gemeinsamen Frühstücks ist es, den Austausch unter den Teilnehmenden zu fördern und neue Kontakte zu knüpfen.
Im Grossrats-Saal in Appenzell durfte Markus Walt, Leiter Amt für Wirtschaft, kürzlich gut 40 Neuunternehmerinnen und Neuunternehmer zum 5. Neuunternehmerfrühstück begrüssen. Zweck des Anlasses ist, sich zu vernetzen. Die Palette an neuen Unternehmen ist breit. Neue Firmen finden sich in der Informatik, Lebensmittelproduktion, Vermögensverwaltung oder junge Unternehmen in den traditionellen Branchen wie dem Holzbau oder dem Transportwesen.
Neue Arbeitsplätze
Markus Walt beleuchtete die wirtschaftliche Seite des Kantons. Dazu lieferte er einige Eckdaten des Kantons: 11 Prozent der Beschäftigten im Sektor 1 (Urproduktion) bedeuten schweizweit gesehen einen hohen Anteil. Dominiert wird auch der Kanton Appenzell Innerrhoden vom 3. Sektor (Dienstleistungen) mit 58 Prozent der Beschäftigten, wobei ein bedeutender Anteil davon im Tourismus tätig ist. Markus Walt stellte die Wirtschaftsförderung im Kanton vor. Ziel der Förderung für Unternehmen ist es, neue Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende durch zukunftsgerichtete Projekte zu sichern.
Angebote nutzen
Guido Buob, Geschäftsführer vom Appenzellerland Tourismus zählte «unsere Erfolgsgeheimnisse» und «unsere Botschafter» auf. Er motivierte die Anwesenden, die verschiedenen Angebote im Appenzellerland zu nutzen. «Profitieren Sie von der Stärke der Marke Appenzell. Aber nützen Sie diese niemals aus.», so Guido Buob. Weitere Referenten waren Benjamin Fuchs, Präsident der Handels- und Industriekammer Appenzell und Michael Koller, Präsident vom Kantonalen Gewerbeverband Appenzell Innerrhoden. Die HIKA, gegründet im Jahr 1966, ist die Arbeitgeber-Organisation und Netzwerk der 35 grössten Appenzeller Industrie- und Handelsunternehmen. Der Kantonale Gewerbeverband Appenzell zähle gut 500 Mitglieder, sagte Michael Koller. Die Aktivitäten des wichtigsten Wirtschaftsverbandes im Kanton seien vielfältig. Neben der politischen Tätigkeit ist es heuer sicherlich die Gewerbemesse «A26».
Appenzell, in die Schweiz und weiter
«Unser Seafood-System ist überlastet», sagte der Jungunternehmer Eddy Müller von der Catchfree AG. Im 2024 gründete er die Firma, die eine neue Kategorie von rein pflanzlichem Seafood schafft. Ziel ist, von Appenzell in die Schweiz und weiter zu expandieren. Eduard Müller gab Einblicke in die Tätigkeit als Jungunternehmer. «Es braucht Durchhaltewillen und Innovation», so der Tipp von Müller an die Neuunternehmer. Beim anschliessenden gemeinsamen Frühstück hiess es, Kontakte knüpfen und sich vernetzen.