KI-gestützte Protokollierung der Sessionen des Grossen Rates
Die Standeskommission hat die Einführung einer KI-gestützten Anwendung für die Transkription der Sessionen des Grossen Rats beschlossen. Dank fortschrittlicher KI-Algorithmen kann damit Gesagtes schnell und in guter Qualität automatisch schriftlich festgehalten werden.
Die Standeskommission hat im Frühling 2025 einen Testbetrieb mit einer Transkriptions-anwendung freigegeben. Die Anwendung wurde mit den Audio-Aufnahmen der Sessionen des Grossen Rats vom März 2025, Juni 2025 und Oktober 2025 getestet. Die Software nutzt leistungsfähige KI-Algorithmen, um gesprochene Inhalte rasch und in hoher Qualität zu transkribieren. Sie funktioniert nicht nur für Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch, sondern auch für Innerrhoder Dialekt. Die Standeskommission ist nach Abschluss der Testphase vom Nutzen der Transkriptionslösung überzeugt: Das Programm funktioniert zuverlässig, ist benutzerfreundlich und spart Zeit. Die automatische Transkription ermöglicht Effizienzgewinne, eine Schlussredaktion bleibt aber weiterhin unerlässlich.
Audio-Qualität für Transkription entscheidend
Ein erster Testversuch hat deutlich gemacht, dass im Grossratssaal ein Mikrofon-System mit Beam Steering-Technologie wesentlich bessere Qualität erzielt, als dies die bestehenden Mikrofone tun. Die Beam Steering-Technologie ermöglicht es, Nebengeräusche besser auszublenden und die ungleichen Abstände von Rednerinnen und Rednern zu kompensieren. Daher wird der Grossratssaal mit einer neuen Aufnahme-Anlage für rund Fr. 14'000.-- ausgestattet.
Neu Audio-Protokolle mit Suchfunktionen
Auf der Website https://grossrat.ai.ch können bereits heute die Debatten aus dem Grossen Rat nachträglich angehört werden. Mit der Einführung der Transkriptionsanwendung wird nicht nur die Protokollierung effizienter, es werden auch zusätzliche Funktionen im Audio-Protokoll möglich. Neu werden Interessierte in den Audio-Protokollen nach Stichworten oder Namen von Votantinnen und Votanten suchen können.