Standeskommission bestätigt ambulante Leistungen am GZAI
Die Standeskommission hat die bisherigen ambulanten Leistungsangebote am kantonalen Gesundheitszentrums Appenzell (GZAI) überprüft und bestätigt. Gleichzeitig führt sie die Planung für eine zeitgemässe Erneuerung der Infrastruktur auf dem ehemaligen Spitalareal weiter.
Angesichts des demografischen Wandels und der zunehmenden Verlagerung medizinischer Leistungen in den ambulanten Bereich hält die Standeskommission gezielt an einem breiten Angebot fest. Das GZAI betreibt weiterhin eine hausärztliche Gruppenpraxis und ergänzt diese mit Fachsprechstunden, Physiotherapie, einem Rettungsdienst sowie der Tagesklinik. Die telemedizinische Notfallpraxis MEAS bleibt Teil des Angebots, sofern das laufende Pilotprojekt im Dezember 2027 erfolgreich abgeschlossen wird.
Infrastruktur zukunftsfähig planen
Die bestehenden Gebäude auf dem früheren Spitalareal haben das Ende ihres Lebenszyklus erreicht und müssen erneuert werden. Um festzulegen, welche Gebäude, Räume und Funktionen künftig benötigt werden, haben der Verwaltungsrat des GZAI und die Standeskommission in den vergangenen Monaten das ambulante Angebot gemeinsam überprüft.
Die Standeskommission erteilt gemäss Gesetz und Verordnung über das Gesundheitszentrum die Leistungsaufträge. Der Kanton sorgt dafür, dass die dafür notwendige Infrastruktur zur Verfügung steht.
Eine Machbarkeitsstudie kommt zum Ergebnis, dass die erforderliche Infrastruktur auf dem ehemaligen Spitalareal grundsätzlich realisierbar ist. Allerdings würden die notwendigen Rückbauten, Provisorien und Neubauten hohe Investitionen erfordern.
Die Standeskommission hat deshalb das Volkswirtschaftsdepartement beauftragt, alternativ zu prüfen, ob Investoren das geplante Raumprogramm und allenfalls erweiterte, passende Angebote im Baurecht umsetzen können. Parallel dazu prüft eine Arbeitsgruppe alternative Standorte im Dorf Appenzell, um die ambulanten Leistungen des GZAI anzubieten.